Mittwoch, 16 Dezember 2015 12:17

Nico Vandenbergen verteidigt den Titel

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Die Jubiläums-Stadtmeisterschaft ist Geschichte! In einer kuriosen letzten Runde konnte der Titelverteidiger Nico Vandenbergen seinen Triumph aus dem letzten Jahr mit ein wenig Dusel widerholen.

Dabei startete er mit wenig Elan ins Turnier und gab nach dem Pflichtsieg zum Auftakt und einem BYE einen weiteren halben Zähler gegen Patrick Falcon ab. Noch schlimmer erwischte es gleich in der 1. Runde Jürgen Neubauer, der gegen Richard Pfening einging wie eine Weihnachtsgans. Trotzdem standen sich Nico und Jürgen in der Vorschlussrunde als gemeinsame Tabellenführer im direkten Duell gegenüber, was einiges über die verpassten Chancen der restlichen Mitfavoriten aussagt. Über das Thema könnte alleine der Berichterstatter ein paar Absätze lang philosophieren, aber das wollen wir den Lesern mal ersparen. Nico gewann die Partie gegen Jürgen und ging als alleiniger Spitzenreiter in die letzte Runde.

Dort wartete der unberechenbare „Automatenspieler“ Horst Heidgen, und es gab ein Hauen und Stechen mit seltsamer Materialverteilung. Erst schien es, als hätte Horst mit drei Bauern gegenüber der Figur gute Chancen, dann inszenierte Nico mit Türmen und Springer einen Königsangriff, der absolut durchschlagend aussah, und just in dem Moment, als er sich verrechnet hatte und ein gewonnenes Endspiel für Horst in Reichweite war, nahm dieser den Spatz in der Hand und machte Remis.

Ein paar Verfolger sahen es mit Grauen, denn das eliminierte sie aus dem Titelrennen. Übrig blieb nur noch Gunnar Weißhuhn, der im Begriff war, Jürgen „auszuquetschen“. Das gewonnene Bauernendspiel war zum Greifen nahe und hätte ihm einen Stichkampf gegen Nico um den Titel beschert. Doch ein kurzer Moment der Schachblindheit reichte aus und die Stellungseinschätzung wechselte von „Hero to Zero“. Als das Remis besiegelt war, nahm Nico etwas beschämt die Glückwünsche zum Stadtmeistertitel entgegen. Geteilter Zweiter waren dann Gunnar und ChriVi. Ob da noch gestochen wird ist unklar und auch eigentlich ziemlich irrelevant. Es ist an der Zeit, dass die Stichkampfregel für Platz 2-3 mal aus dem Reglement gestrichen wird.

Horst darf sich- zum vierten Mal in Folge!- über den Seniorenpokal freuen. Einzig Menne Hauernherm war zeitweise sein Verfolger, aber der Erfolg war an und für sich nie wirklich gefährdet. Der Juniorenpokal geht ein letztes Mal an Christian Isfort. Beste Dame ist wie nicht anders zu erwarten Regina Cammerer.

Endstand

Montag, 30 November 2015 13:06

Großes Kino im City-Forum: Mammut-Simultan mit Melanie Ohme

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Am Samstag gab es für 26 Schachfreunde die einmalige und wohl letzte Gelegenheit, einmal gegen die Deutsche Nationalspielerin WGM Melanie OHME anzutreten. Nicht etwa, weil sie mit dem Schachspielen aufhört, sondern weil sich ihr Nachname in Kürze ändern wird, wenn sie am 05.12. IM Nikolas Lubbe standesamtlich heiratet. Die Entscheidung um den Familiennamen fiel übrigens sportlich im Rahmen einer Entscheidungspartie, die kommentiert auch im Internet anzuschauen ist: Link

Wir wünschen den beiden schon im Vorfeld alles Gute und gratulieren ganz herzlich!

Vorher aber musste Melanie noch eine ihrer härtesten Simultanprüfungen überstehen. Gerade erst frisch von der Mannschaftseuropameisterschaft in Reykjavik zurückgekehrt, begab sie sich auf die anstrengende Zugfahrt von Braunschweig nach Euskirchen und musste sich natürlich prompt mit Verspätungen herumärgern. So konnten wir sie erst 10 Minuten nach dem geplanten Beginn im Euskirchener City-Forum begrüßen. Ohne Erholungspause ging es umgehend ans Werk, und nicht gegen das leichteste Teilnehmerfeld. Der eine oder andere 2000er hatte sich darunter gemogelt. Es sollte eine Marathonveranstaltung werden und acht Stunden dauern, bis die letzte Schlacht geschlagen war. Da soll noch mal einer behaupten, Schach wäre kein Sport! Dass Melanie überhaupt so lange durchgehalten hat, ist sensationell, aber klar war auch, dass es so kein makelloses Ergebnis geben konnte.

Eine ganze Reihe von Spielern durften sich über- teils hart ausgekämpfte- Remisen freuen. Mal zeigte sich Melanie recht gnädig, dann gab es aber auch den einen oder anderen, der ihr generös Frieden anbot. Wie etwa Günter Mann von den Bergischen SF, der mit einem taktischen Trick eine Figur gewann, aber mit dem halben Punkt mehr als zufrieden war.

Die erste- und lange Zeit einzige- Niederlage ereilte die Großmeisterin gegen keinen geringeren als den Berichterstatter, der sich wünschte, so eine reibungslose Partie mal in einem Turnier oder Mannschaftskampf zu spielen. Mit einem plötzlichen Turmschwenk auf die h-Linie entstanden Mattdrohungen, die nur noch unter Materialverlust abzuwenden waren.

Erst viele Stunden später- nämlich nach 21 Uhr, als der Hausmeister uns längst rausschmeißen wollte!- musste Melanie noch ein paar weitere Niederlagen quittieren: Xianghui Zhong von den VdSF Bonn, der schon bei unserem Jubiläumsopen sehr erfolgreich war, hatte sich einen soliden Vorteil erspielt und verwandelte diesen schließlich im Endspiel sehr souverän. Leo Evers von der SG Porz hatte in den taktischen Wirrungen des Mittelspiels die Nerven behalten und knetete dann ein Damenendspiel mit Mehrbauern zum Sieg. Und als zweiter Euskirchener Lokalmatador reihte sich Nico Vandenbergen in die Gruppe der Sieger ein. Aber das überraschte ja die wenigsten, er hat schließlich in diesem Jahr schon gezeigt, dass er keine Angst vor Titelträgern hat.

Am Ende konnte Melanie Ohme einen Gesamtsieg von 16,5:9,5 für sich verbuchen. Ob sie damit zufrieden war, wissen wir nicht genau, aber angesichts der mehr als nur anstrengenden Umstände ist das immer noch ziemlich beeindruckend. Für alle Beteiligten war es jedenfalls ein tolles Erlebnis und wir möchten uns auch auf diesem Wege noch mal für den Besuch und den sympathischen Auftritt bedanken. Alles Gute und noch viel Erfolg auf Deinem schachlichen, beruflichen und familiären Lebensweg, Melanie...

An dieser Stelle sei noch mal den ehrenamtlichen Helfern und Organisatoren gedankt, sowie natürlich der Raiffeisenbank Rheinbach-Voreifel, ohne deren Unterstützung diese Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre!

Zu guter Letzt gibt es hier alle Ergebnisse im Überblick!

Und noch ein kleiner Nachtrag von Gunnar Weißhuhn zu einer Trainingsrunde, die uns Melanie zusätzlich noch am Sonntag gegeben hat:

"Beim Training am Sonntag hat Melanie uns wertvolle Tips gegeben, wie sich Vereinsspieler, denen kein Trainer zur Verfügung steht, eigenständig weiterbilden und verbessern können. Dabei empfiehlt sie mit Büchern zu arbeiten. Allerdings sollte man die Bücher nicht alleine durcharbeiten, sondern die Themen in einer Gruppe analysieren. Verschiedene Leute haben verschiedene Ideen. Man könnte sich ein Thema raussuchen (z.B. Endspiel Turm+Bauer vs. Turm) und das dann am Trainingsabend in einer Gruppe durcharbeiten.

Das Internet kann man nutzen, um sich Großmeister-Partien anzuschauen, um zu sehen, wie Eröffnungen, die man selber gerne spielt, "korrekt" gespielt werden, und wie die Pläne im Mittelspiel aussehen könnten, wenn die Eröffnung abgeschlossen ist. Außerdem empfiehlt sie verschiedene Apps für's Handy zu verwenden. Wenn man mal mit der Bahn fährt oder im Warteraum beim Arzt sitzt, kann man die Zeit nutzen, um z.B. Taktikaufgaben zu lösen.

Zu guter Letzt hat sie dann noch 2 Partien aus der vergangenen Mannschafts-EM präsentiert und verschiedene taktische und positionelle Motive gezeigt. Alles in Allem waren das sehr inspirierende 2 Trainingsstunden, wofür wir Melanie Ohme herzlich danken."

Montag, 02 November 2015 17:02

Weltschach-Flair im Herbst in Euskirchen

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Am Donnerstag war eine lebende Schachlegende zu Gast im Euskirchener Kulturhof: Vlastimil Hort. Der deutsch-tschechische Großmeister gehörte in den 70er Jahren zur absoluten Weltspitze, hat an der Qualifikation zur Weltmeisterschaft geschnuppert, unzählige große Turniere und Schacholympiaden mitgespielt und dabei die Größen der Schachwelt am und neben dem Brett getroffen. Vielen dürfte er aber vor allem durch die einstige Schach-Fernsehreihe des WDR bekannt sein, wo er an der Seite von Helmut Pfleger durch fachliche und humoristische Kommentare glänzte.

Vlastimil Hort ist in Euskirchen ein "alter Bekannter". Bereits zum 25jährigen Jubiläum stattete er uns einen Besuch ab und gab damals eine unvergessene Simultanvorstellung. Doch er ist auch ein begnadeter Erzähler, und so plauderte er diesmal zwei Stunden mit den zahlreichen interessierten Gästen, berichtete über ernste und lustige Dinge aus seiner langen Schachkarriere. So erzählte er von der frühen Geschichte des königlichen Spiels, den Wirren des Kalten Krieges und des Kommunismus, von den skurrilen Marotten der Großmeister, gab uns Blicke hinter die Kulissen der sowjetischen Nationalmannschaft während eines Länderkampfes, lästerte hier und da augenzwinkernd über den einen oder anderen Kollegen und gab sich auch Mühe, die Fragen der Zuhörer zu beantworten, die gebannt an seinen Lippen hingen.

Vielen Dank für den Besuch und alles Gute, lieber Vlastimil! Zum 75jährigen darfst Du gerne noch einmal kommen...

simultanDoch der Euskirchener Schachherbst ist noch lange nicht vorbei: am Samstag, 28.11. (der Tag nach dem Brötchenturnier!!) kommt auch die junge Generation zum Zuge und Nationalspielerin Melanie Ohme kommt zum Simultan an 35 Brettern! Das Plakat mit allen Informationen gibt es jetzt als PDF-Datei. Anmeldeformulare erhaltet Ihr bei den genannten Stellen oder bei Ralf Blumenthal.

Diese Veranstaltung ist natürlich nicht exklusiv für unsere Vereinsmitglieder. JEDER KANN MITSPIELEN! Wir würden uns freuen, wenn wir eine breite Mischung aus Anfängern und Fortgeschrittenen, Kindern, Jugendlichen und Senioren, sowie hoffentlich auch die eine oder andere Dame ans Brett kriegen würden. Schließlich ist Melanie Ohme unter anderem auch Referentin für Mädchenschach im Deutschen Schachbund.

Wer mehr über Melanie erfahren möchte, sollte ihrer Homepage einen Besuch abstatten...

Dienstag, 15 September 2015 18:23

Ausschreibung zum 6. Euskirchener Jugendopen

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Natürlich richten wir auch in diesem Jahr wieder unser beliebtes Jugendopen aus. Dies ist bereits die sechste Ausgabe, und aufgrund unseres Jubiläums setzen wir die maximale Teilnehmerzahl auf 50 herauf!

Wann? Samstag, 10. Oktober 2015
Wo? Jugendvilla Euskirchen, Alte Gerberstraße 22
 

Anmeldeschluss ist am Spieltag um 13:30 Uhr und die 1. Runde startet um 14 Uhr. Es wird kein Startgeld erhoben! Zu gewinnen gibt es eine Menge Urkunden und den Wanderpokal, gestiftet vom Euskirchener Bürgermeister Dr. Uwe Friedl. Gespielt werden 9 Runden nach Schweizer System mit einer Bedenkzeit von 15 Minuten.

Alles weitere entnehmt ihr bitte der Ausschreibung.

Anmeldungen nimmt Jugendwart und Organisator Sebastian Reckers entgegen. Die Kontaktdaten findet ihr hier. Wir freuen uns auf einen spannenden Schachtag mit euch...

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