Montag, 14 März 2016 10:39

Zweimal Klassenerhalt gesichert

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Der Saisonstart der 1. Mannschaft war wohl rekordverdächtig schlecht, aus den ersten fünf Spielen gab es nur einen einzigen Sieg, aber vier bittere Niederlagen, als Höhepunkt der kollektive Zusammenbruch gegen Brühl. Der Klassenerhalt schien in weite Ferne gerückt.

Doch als es darauf ankam, fanden plötzlich alle zurück zu ihrer Form und wir waren nicht zu stoppen. Der gestrige 6,5:1,5-Kantersieg gegen Niederkassel war der 4. Erfolg in Serie und sicherte den Ligaverbleib! Die beiden verbleibenden Spiele gegen zwei starke Aufstiegskandidaten hätten zu einem Spießrutenlauf werden können, doch nun können wir diesen ganz entspannt entgegen sehen und vielleicht noch ein bißchen als Spielverderber eingreifen.

"Sebastian der Schreckliche" gewann kampflos. Chrivi wusste nicht wie ihm geschah, es lief irgendwie von selbst und nach 14 Zügen gab der Gegner im Angesicht des undeckbaren Matts auf. Bert blitzte mit seinem Gegner eine seltene französische Variante runter, die für Weiß ziemlich fragwürdig erscheint und kontrollierte bald das ganze Brett mit seiner verbundenen Bauernlawine- der nächste Punkt. Hacki steuerte ein Remis bei und dann durfte Jürgen den entscheidenden Zähler zum Sieg machen. Irgendwie sah die Stellung mal wieder "verdächtig" aus, doch er wickelte in ein Endspiel mit Turm und Läufer gegen Dame ab, sein Freibauer wurde zur unkontrollierbaren Waffe, Weiß fand einfach kein Dauerschach und nix ging mehr.

Bajram und Gunnar schraubten den Punktestand im schon entschiedenen Kampf noch auf 6,5, Tommy schenkte den Gegnern den Ehrentreffer.

Zur gleichen Zeit sicherte sich auch die 3. Mannschaft den Klassenerhalt!

Im Brühler Schachkeller sorgten Armin und die beiden Michaels (S. und W.) für die Siege, Karl und Heribert für die Remisen. Das 4:4-Unentschieden beseitigte die letzten Zweifel, die Dritte wird auch im nächsten Jahr in der 1. Kreisklasse spielen.

Für beide Mannschaften gilt übrigens gleichermaßen: es gibt auch keine theoretischen Aufstiegschancen mehr...

Ganz anders bei der 2. Mannschaft! Nachdem letzte Woche Erftstadt besiegt wurde, heißt es in den beiden verbleibenden Spielen Daumen drücken! ;)

Sonntag, 24 Januar 2016 09:43

Gelungener Start in das neue Jahr

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Alle 4 Mannschaften konnten zum Beginn des Jahres ihre Wettkämpfe gewinnen und somit ihre guten Vorsätze in die Tat umsetzen. Die Erste stand mit dem Rücken zur Wand und musste unbedingt gewinnen, um noch reelle Chancen auf den Klassenerhalt zu wahren. Im Auswärtsspiel gegen Porz 4 gelang es relativ früh mit 2:0 in Führung zu gehen durch Siege von Gunnar und Sebastian. Dadurch wurde der Druck, der auf den Schultern der Anderen lag, deutlich geringer und so wurden auch die anderen vielversprechenden Positionen von Bert, Christian, Nico und Thomas zum Sieg geführt. Das Remis von Jürgen machte den verdienten 6,5:1,5 Sieg perfekt.

Die Zweite machte es der Ersten gleich und ging in ihrem Mannschaftskampf zu Hause gegen Sülz-Klettenberg durch Siege von Stefan und Bayram sowie dem Remis von Patrick früh mit 2,5:0,5 in Führung. Im weiteren Verlauf gewann Tommy seine Partie und Shari sicherte mit einem weiteren Remis einen Mannschaftspunkt, jedoch sollte die Geduld noch auf eine harte Probe gestellt werden. Willis Gegner bewies großen Kampfgeist, musste aber nach vielen Stunden und nahe der 50-Züge-Regel letztendlich doch ins Remis einwilligen, wodurch der 4,5:3,5 Sieg der Euskirchener besiegelt war.

Die Dritte konnte im Auswärtsspiel gegen Erftstadt 4 trotz Unterzahl den ersten Sieg der Saison verbuchen. Nach teilweise sehr wechselseitigen und umkämpften Unentschieden von Armin, Willi, Michael, Karl und Jürgen konnte Herbert den kampflosen Rückstand ausgleichen. Beim Stand von 3,5:3,5 richteten sich alle Augen auf das Spitzenbrett. Detlef hatte eine Figur mehr und die Stellung war so kompliziert, dass sein Gegner im 37. Zug die Zeit überschritt und der Mannschaftskampf zugunsten der Euskirchener entschieden war.

Die Vierte trat auswärts gegen Pulheim 3 ebenfalls mit einem Mann weniger an. Hans-Martin, Christian und Roman egalisierten jedoch den Rückstand zum Zwischenstand von 3:2. Richard bot daraufhin seinem jungen Gegner Remis, welcher es auch annahm. Die Vierte konnte somit die Heimreise mit einem 3,5:2,5 Sieg antreten.

Fazit: Die Erste hat neue Hoffnungen im Abstiegskampf geschöpft und gezeigt, dass man an guten Tagen jedes Team besiegen kann. Die Zweite steht nach diesem Sieg auf den geteilten 3. Platz und kämpft überraschendeweise um den Aufstieg. Die Dritte hat nach einer unglücklichen ersten Saisonhälfte das Tabellenende verlassen und will so schnell wie möglich den Klassenerhalt sichern. Die Vierte feiert ebenfalls den ersten Sieg und blickt zuversichtlich auf die kommenden Runden.

Mittwoch, 16 Dezember 2015 12:17

Nico Vandenbergen verteidigt den Titel

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Die Jubiläums-Stadtmeisterschaft ist Geschichte! In einer kuriosen letzten Runde konnte der Titelverteidiger Nico Vandenbergen seinen Triumph aus dem letzten Jahr mit ein wenig Dusel widerholen.

Dabei startete er mit wenig Elan ins Turnier und gab nach dem Pflichtsieg zum Auftakt und einem BYE einen weiteren halben Zähler gegen Patrick Falcon ab. Noch schlimmer erwischte es gleich in der 1. Runde Jürgen Neubauer, der gegen Richard Pfening einging wie eine Weihnachtsgans. Trotzdem standen sich Nico und Jürgen in der Vorschlussrunde als gemeinsame Tabellenführer im direkten Duell gegenüber, was einiges über die verpassten Chancen der restlichen Mitfavoriten aussagt. Über das Thema könnte alleine der Berichterstatter ein paar Absätze lang philosophieren, aber das wollen wir den Lesern mal ersparen. Nico gewann die Partie gegen Jürgen und ging als alleiniger Spitzenreiter in die letzte Runde.

Dort wartete der unberechenbare „Automatenspieler“ Horst Heidgen, und es gab ein Hauen und Stechen mit seltsamer Materialverteilung. Erst schien es, als hätte Horst mit drei Bauern gegenüber der Figur gute Chancen, dann inszenierte Nico mit Türmen und Springer einen Königsangriff, der absolut durchschlagend aussah, und just in dem Moment, als er sich verrechnet hatte und ein gewonnenes Endspiel für Horst in Reichweite war, nahm dieser den Spatz in der Hand und machte Remis.

Ein paar Verfolger sahen es mit Grauen, denn das eliminierte sie aus dem Titelrennen. Übrig blieb nur noch Gunnar Weißhuhn, der im Begriff war, Jürgen „auszuquetschen“. Das gewonnene Bauernendspiel war zum Greifen nahe und hätte ihm einen Stichkampf gegen Nico um den Titel beschert. Doch ein kurzer Moment der Schachblindheit reichte aus und die Stellungseinschätzung wechselte von „Hero to Zero“. Als das Remis besiegelt war, nahm Nico etwas beschämt die Glückwünsche zum Stadtmeistertitel entgegen. Geteilter Zweiter waren dann Gunnar und ChriVi. Ob da noch gestochen wird ist unklar und auch eigentlich ziemlich irrelevant. Es ist an der Zeit, dass die Stichkampfregel für Platz 2-3 mal aus dem Reglement gestrichen wird.

Horst darf sich- zum vierten Mal in Folge!- über den Seniorenpokal freuen. Einzig Menne Hauernherm war zeitweise sein Verfolger, aber der Erfolg war an und für sich nie wirklich gefährdet. Der Juniorenpokal geht ein letztes Mal an Christian Isfort. Beste Dame ist wie nicht anders zu erwarten Regina Cammerer.

Endstand

Montag, 30 November 2015 13:06

Großes Kino im City-Forum: Mammut-Simultan mit Melanie Ohme

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Am Samstag gab es für 26 Schachfreunde die einmalige und wohl letzte Gelegenheit, einmal gegen die Deutsche Nationalspielerin WGM Melanie OHME anzutreten. Nicht etwa, weil sie mit dem Schachspielen aufhört, sondern weil sich ihr Nachname in Kürze ändern wird, wenn sie am 05.12. IM Nikolas Lubbe standesamtlich heiratet. Die Entscheidung um den Familiennamen fiel übrigens sportlich im Rahmen einer Entscheidungspartie, die kommentiert auch im Internet anzuschauen ist: Link

Wir wünschen den beiden schon im Vorfeld alles Gute und gratulieren ganz herzlich!

Vorher aber musste Melanie noch eine ihrer härtesten Simultanprüfungen überstehen. Gerade erst frisch von der Mannschaftseuropameisterschaft in Reykjavik zurückgekehrt, begab sie sich auf die anstrengende Zugfahrt von Braunschweig nach Euskirchen und musste sich natürlich prompt mit Verspätungen herumärgern. So konnten wir sie erst 10 Minuten nach dem geplanten Beginn im Euskirchener City-Forum begrüßen. Ohne Erholungspause ging es umgehend ans Werk, und nicht gegen das leichteste Teilnehmerfeld. Der eine oder andere 2000er hatte sich darunter gemogelt. Es sollte eine Marathonveranstaltung werden und acht Stunden dauern, bis die letzte Schlacht geschlagen war. Da soll noch mal einer behaupten, Schach wäre kein Sport! Dass Melanie überhaupt so lange durchgehalten hat, ist sensationell, aber klar war auch, dass es so kein makelloses Ergebnis geben konnte.

Eine ganze Reihe von Spielern durften sich über- teils hart ausgekämpfte- Remisen freuen. Mal zeigte sich Melanie recht gnädig, dann gab es aber auch den einen oder anderen, der ihr generös Frieden anbot. Wie etwa Günter Mann von den Bergischen SF, der mit einem taktischen Trick eine Figur gewann, aber mit dem halben Punkt mehr als zufrieden war.

Die erste- und lange Zeit einzige- Niederlage ereilte die Großmeisterin gegen keinen geringeren als den Berichterstatter, der sich wünschte, so eine reibungslose Partie mal in einem Turnier oder Mannschaftskampf zu spielen. Mit einem plötzlichen Turmschwenk auf die h-Linie entstanden Mattdrohungen, die nur noch unter Materialverlust abzuwenden waren.

Erst viele Stunden später- nämlich nach 21 Uhr, als der Hausmeister uns längst rausschmeißen wollte!- musste Melanie noch ein paar weitere Niederlagen quittieren: Xianghui Zhong von den VdSF Bonn, der schon bei unserem Jubiläumsopen sehr erfolgreich war, hatte sich einen soliden Vorteil erspielt und verwandelte diesen schließlich im Endspiel sehr souverän. Leo Evers von der SG Porz hatte in den taktischen Wirrungen des Mittelspiels die Nerven behalten und knetete dann ein Damenendspiel mit Mehrbauern zum Sieg. Und als zweiter Euskirchener Lokalmatador reihte sich Nico Vandenbergen in die Gruppe der Sieger ein. Aber das überraschte ja die wenigsten, er hat schließlich in diesem Jahr schon gezeigt, dass er keine Angst vor Titelträgern hat.

Am Ende konnte Melanie Ohme einen Gesamtsieg von 16,5:9,5 für sich verbuchen. Ob sie damit zufrieden war, wissen wir nicht genau, aber angesichts der mehr als nur anstrengenden Umstände ist das immer noch ziemlich beeindruckend. Für alle Beteiligten war es jedenfalls ein tolles Erlebnis und wir möchten uns auch auf diesem Wege noch mal für den Besuch und den sympathischen Auftritt bedanken. Alles Gute und noch viel Erfolg auf Deinem schachlichen, beruflichen und familiären Lebensweg, Melanie...

An dieser Stelle sei noch mal den ehrenamtlichen Helfern und Organisatoren gedankt, sowie natürlich der Raiffeisenbank Rheinbach-Voreifel, ohne deren Unterstützung diese Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre!

Zu guter Letzt gibt es hier alle Ergebnisse im Überblick!

Und noch ein kleiner Nachtrag von Gunnar Weißhuhn zu einer Trainingsrunde, die uns Melanie zusätzlich noch am Sonntag gegeben hat:

"Beim Training am Sonntag hat Melanie uns wertvolle Tips gegeben, wie sich Vereinsspieler, denen kein Trainer zur Verfügung steht, eigenständig weiterbilden und verbessern können. Dabei empfiehlt sie mit Büchern zu arbeiten. Allerdings sollte man die Bücher nicht alleine durcharbeiten, sondern die Themen in einer Gruppe analysieren. Verschiedene Leute haben verschiedene Ideen. Man könnte sich ein Thema raussuchen (z.B. Endspiel Turm+Bauer vs. Turm) und das dann am Trainingsabend in einer Gruppe durcharbeiten.

Das Internet kann man nutzen, um sich Großmeister-Partien anzuschauen, um zu sehen, wie Eröffnungen, die man selber gerne spielt, "korrekt" gespielt werden, und wie die Pläne im Mittelspiel aussehen könnten, wenn die Eröffnung abgeschlossen ist. Außerdem empfiehlt sie verschiedene Apps für's Handy zu verwenden. Wenn man mal mit der Bahn fährt oder im Warteraum beim Arzt sitzt, kann man die Zeit nutzen, um z.B. Taktikaufgaben zu lösen.

Zu guter Letzt hat sie dann noch 2 Partien aus der vergangenen Mannschafts-EM präsentiert und verschiedene taktische und positionelle Motive gezeigt. Alles in Allem waren das sehr inspirierende 2 Trainingsstunden, wofür wir Melanie Ohme herzlich danken."

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